Mittwoch, 13. April 2011
Der russische Osterhase bringt den Kindern kleine schwarze Eier. Was ist das genau?
Richtig, das sind Zedernüsse in Bio-Zartbitter, demnächst präsentiert in den folgenden Bio-Filialen:
- am 14. April (Do.) im Füllhorn-Markt Karlsruhe
- am 15. April (Fr.) im Füllhorn-Markt Bruchsal
- am 16. April (Sa.) im Füllhorn-Markt Landau
In der Regel bin ich im jeweiligen Laden von 10 bis 16 Uhr (Samstag bis 14 Uhr).
Dann – nach einer kurzen Pause – geht es bei mir bis Anfang Mai in die Heimat, nach St. Petersburg. Nun wissen Sie, wo der Hase läuft...
Mittwoch, 16. März 2011
Unser Blog schlief zwischendurch ein, aber ich habe (leider) nicht so lange geschlafen... Bin unterwegs. Ohne Laptop, ohne Handy, ohne Auto. Mit schönen bunten Holzschalen im Rucksack ziehe ich durch die Bioläden und verköstige Zedernüsse, demnächst auch in Berlin:
- am 18., 19. und am 20. März in der Bio Company Zehlendorf
- am 22. und am 23. März in der Bio Company Charlottenburg
- am 24. März in der Bio Company Westend (Reichsstr. 10)
- am 25. März in der Bio Company Potsdam
- am 26. und am 27. März bei der ROHVOLUTION – die Rohkostmesse im FEZ (Berlin-Wuhlheide)
und am 28. März in der Bio Company am Kranoldplatz.
Wenn jemand diese Zeilen liest und Zedernüsse probieren möchte und dazu noch an den nächsten Tagen in Berlin ist, dann besteht eine gute Möglichkeit, dass wir uns sehen! Ich bin eigentlich fleißig und stehe in der Regel von 10 bis 16 Uhr im jeweiligen Laden Rede und Antwort.
Bis die Tage! Alexander
Freitag, 28. Januar 2011
Die Arbeitsintensität lässt bei uns etwas nach. Hurra, ich schlafe wieder länger und in meinen Träumen reise ich viel. Ich bin tagsüber nie so viel gefahren wie es nachts vonstatten geht. Ich fahre und fahre und fahre. Meistens mit dem Zug, doch heute Nacht war ich in einem kleinen Boot – es geschah natürlich an einem helllichten und warmen Tag! Seitdem ich es gelernt habe, klarer zu träumen, ist meine Welt vielfältiger geworden und ich gehe (ein gutes Beispiel für alle Kinder) gern ins Bett. Alte, längst vergessene Bilder vermischen sich mit den letzten Eindrücken, es kommen diejenigen zusammen, die einander sonst nicht kannten. Auch den Menschen, die gestorben sind, begegne ich ganz selbstverständlich. Ich reise durch die Nacht – und wie wir alle vermutlich – lande ich ab und an in St. Petersburg...

Dienstag, 18. Januar 2011
Während das Verladen der Zedernüsse im Vordergrund stand, geschah im Hintergrund leise ein Ereignis, das eine dreijährige Zusammenarbeit zwischen einem Heiler und einem Komponisten zum Abschluss brachte: Die letzte CD der 5-teiligen Reihe „Strahlen der Seele“ kam aus dem Druck. Schon lange hat Jewgeni Awerbuch die Idee gehabt, Musik in seiner Heilarbeit einzusetzen. Er suchte nach einer musikalischen Form, die sich optimal aufladen ließe: Der Klang und die bioenergetische Schwingung sollten sich gegenseitig verstärken und gemeinsam jene Blockaden lösen, die der Selbstheilungskraft des Organismus im Wege stehen. Der Komponist Alexander Sojnikow war in seinem „St. Petersburger Vorleben“ mit der Musik der großen Formen vertraut – mit Opern, Chorwerken, der Theatermusik. Niemals hatte er vorher eine meditative Musik komponieren müssen, dazu noch als eine Art Gefäß für das Nicht-Hörbare. Erst nach langem Zögern willigte er ein und dann begann das Übliche: Proben, Besprechungen, Studioaufnahmen. Ich verfolgte nur indirekt diese Suche nach Harmonie, ich hörte die Töne, noch lange bevor sie sich auf einer CD zu einem jeweiligen Titel verfestigten. Und sollten Sie jetzt etwas Zeit haben, dann schauen Sie doch auf die Homepage des Komponisten: www.sojnikow.de. In der Rubrik WERKE finden Sie die Hörproben. Viel Spaß!
Freitag, 14. Januar 2011
Bevor ich in der Lagerhalle verschwand, lag überall soooooviel Schnee. Nachdem die ersten Zedernüsse geordnet, umgepackt und weiter versendet sind, bin ich wieder draußen, - und aus all dem Schnee ist soooooviel Wasser geworden! Speyerbach, im Sommer knietief, hat die umliegenden Wiesen und Gärten geflutet, Bänke und Stühle nach seinem Gutdünken zurecht geschoben, ganze Holzstapel in Richtung Rhein getragen. Es ist wohl keine Katastrophe, die Einheimischen kennen aus den früheren Jahren höhere Wasserpegel, aber es ist zumindest eine Verwandlung für Frankeneck: Die Enten schwimmen zwischen den Gartenhäuschen, die Obstbäume haben nasse Füße, die Gartenzwerge bleiben mit ernsthafter Miene am niedrig gewordenen Zaun hängen. Und früh am Tage beherrscht dichter Nebel die Szenerie. „Das Wasser rauscht', das Wasser schwoll…“
Mittwoch, 5. Januar 2011
Geschenke bekommen wir immer und zu jeder Jahreszeit, viele von ihnen bemerken wir nicht einmal, wogegen die anderen unsere ganze Aufmerksamkeit auf sich ziehen. So geschah es auch heute. Der Nachbar lächelte, die Sonne schien, der Schnee schmolz und es zwitscherte sogar ein Vogel. Es kam der längst erwartete LKW aus Sibirien, er kam tatsächlich und brachte mit sich eine Menge Verpflichtungen und eine Menge Arbeit. Seine Ankunft war schon so lange diskutiert und so oft verschoben worden, dass er immer unwirklicher wurde. Heute glitt meine Hand ehrfurchtsvoll über einen schlichten Karton. Keine Geschenkverpackung, doch welch eine Freude: Die frischen Zedernüsse sind da!!!
Mittwoch, 22. Dezember 2010
Wir haben Post aus dem Altai bekommen und geben sie in übersetzter Form und mit unserem herzlich-weihnachtlichen Gruß an Sie weiter:

Liebe Freunde, wir wünschen Ihnen für das neue Jahr Gesundheit, Glück und Liebe!
Sibila. Auf dem Weg der Einfachheit und der Liebe.  Auszug aus dem 1. Kapitel:
Ach du schöne und geliebte Freiheit, du bringst mir eine Leere, die gefüllt werden muss, die große Verantwortung der abgeschlagenen Ketten, die Erkenntnis des Seins, die Einsamkeit und die Einheit, schwierig erscheinst du mir, und dennoch bist du einfach. Mit Natürlichkeit versuche ich voranzuschreiten, nach innen zu blicken, um die gesamte Wahrheit, meine Wahrheit, zu finden.
Wenn mir jemand vor acht oder zehn Jahren gesagt hätte, dass ich zum jetzigen Zeitpunkt allein mit zwei nicht eingeschulten Kindern in einem Wohnwagen mitten auf dem Land weit von einer Ortschaft entfernt leben und nur rohes Obst und Gemüse essen würde, mir eine Strohhütte ohne Wasser, Licht und Glas in den Fenstern bauen und auf das Kochen, eine Waschmaschine, Dusche, Stereoanlage und viele andere Dinge verzichten würde, dann hätte ich das als Unsinn bezeichnet…
Auszug aus unserem Mailwechsel nach der Buchpräsentation während des Rainbow-Spirit-Festivals 2005 in Baden-Baden:
CP: Ich danke Dir für diese Meldung... Schön! Ich laufe den ganzen Tag mit weitaufgesperrtem Mund - müde und nicht ganz da. Ich versuche anzukommen, nach all den Menschen, Witzen, nach all dem Sprechen, Feilschen, Kichern wieder in meine Ein- und Schweigsamkeit zu finden. Heute ist es mir sogar nach Weinen zumute - doch ich danke Dir und Euch dafür, dass es mir an den Vortagen so nach Lachen war, auch der Chef ist ganz aufgeweicht... Das Leben ist wirklich eine Reise, eine ständige Ungewissheit, ein starker Wind. Ich habe nach seinem Sinn gesucht - und nun sehe ich Ihn in den Augen der Menschen, im Rauschen der Bäume, im Fliegen der Vögel - und in dieser Suche selbst, in unserer Bewegung zu uns selbst, zueinander, zu einer Universellen Einheit.
AM: Schön, leuchtend und lächelnd ist uns das Rainbow Spirit Festival zum einzigen Fest geworden, sodass ich mich mit Mühe in meiner Ein- und Schweigsamkeit wieder einlebe. Danke für Deine kleine Rezension - ich glaube, uns ist ein gutes Buch gelungen, wie gut es aber bei den anderen ankommt, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.
AS: Ja, Du, im Prinzip sehe ich es genauso. Es /muß/ "Jugend" geben, die aufbricht, die neue Ufer sucht, die strebt, die wagt, sonst würde die Menschheit verkümmern. So sind Menschen wie Sibila wirklich ein wesentlicher Faktor zur Fortentwicklung der Erde. Mein Fehler/Problem ist eher, daß ich diesen Drang, der auch in mir ist, nie so ausleben konnte, jedenfalls nicht im Äußeren, und dann natürlich schnell anfange zu vergleichen, und oft bei dem Gefühl lande, so "chancenlos" zu sein. Dabei ist mein Weg einfach ein ganz anderer und die Spur, die ich hinterlasse, nicht so spektakulär, sondern im Umfeld bleibend. Aber ich bin, wie ich bin, und das soll gut so sein... Dezember sehen... Das gibt Nahrung fürs Herz... Das ist schön...
SI: Gracias a bella y amada Sibila por tus regalo y tus marvillosa Rainbow Spirit!!!
Montag, 20. Dezember 2010
Ich gehe mit diesem Eintrag gern auf den Kommentar zu der Rubrik "Zedernprodukte" ein. Die koreanische Zeder (Pinus koraiensis) ist nicht die einzige Schwester der sibirischen Zeder, die an Waldvernichtung leidet. In den Bayerischen und Berchtesgadener Alpen steht die Zirbelkiefer (Pinus Cembra), „vor der landwirtschaftlichen Erschließung der Alpentäler noch eine der dominierenden Baumarten in alpinen Hochlagen“. In der „Enzyklopädie der Holzgewächse“ schreibt Prof. Dr. Schütt weiter: „Wegen seiner lebhaften Zeichnung (Astigkeit ist erwünscht!) eignet sich Zirbenholz gut für die Herstellung rustikaler Möbel und Täfelungen (Innenausstattung sog. Zirbelstuben). Die Nachfrage ist in neuerer Zeit so gestiegen, dass in den Alpen ein weiterer Rückgang des Cembra-Bestandes befürchtet werden muß.“ Die sibirische Zeder genießt trotz ihrer hohen Holzqualität den Vorteil ihrer geografischen Lage. In der undurchdringlichen, kaum erschlossenen Taiga ist die Bevölkerungsdichte gering, die Dörfer, wo der Wald dem Menschen weicht, sind hier sehr selten. Und noch eines schützt die sibirische Zeder vor Abholzung: Das sind ihre wertvollen Früchte, dank ihnen wird der Baum nicht mehr als Holzlieferant angesehen. Die Zedernüsse dienen den Sibiriern als Lebens- und als Heilmittel (vor allem in Form von Zedernussöl) und deren Verkauf ist eine finanzielle Stütze für viele sibirische Familien.
Donnerstag, 16. Dezember 2010
Alle Völker der Vorzeit hatten ihre heiligen Bäume, ihre heiligen Haine. Der Baum diente dem Menschen und der Mensch dankte dem Baum. Er sah im Baum ein Modell des Universums: Die Wurzeln bildeten die Erde und die Krone war den Ahnen zugänglich, und den Schamanen. Ein Schamane erklomm auf der Reise zu den Ahnen den Lebensbaum. Der Lebensbaum der Sibirier ist ihre Zeder. Seit alters her tragen die Sibirier ein Zedernstück mit sich: als Schutz, als Schmuck – als Talisman. Die größeren Talismane beschützen und verschönern ihre Häuser. Längst nicht jeder kennt die Bedeutung der alten Ornamente und Formen. Die moderne Zeit liefert ihre Erklärungen, trägt zur Entstehung neuer Legenden und neuer Schnitzereien bei. Ein Talisman bleibt aber ein Kind des Wissens und der Intuition, des Mythos und des Gesetzes, des Materials und des Meisters, – und er wirkt, er strahlt nur dann, wenn ihn jemand liebevoll trägt und anschaut und so zum Leben erweckt.
Sonntag, 12. Dezember 2010
Auf dem Bild sehen sie Ongudaj, ein sibirisches Dorf, das uns inzwischen gut bekannt ist.
 Von hier ist es schon nicht mehr weit bis zu den Zedernhainen, den Gebieten, wo im Herbst und im Frühjahr Zedernüsse gesammelt werden. In Höhe von bis zu 2 km rauschen dann noch die Bäume, weiter oben liegen das Wiesen- und das Steinland. Dort trifft man kaum noch auf Dörfer, auch der Baumbestand lässt nach. Bald sind es nur noch Zedernhaine, die im Winter am meisten Frost aushalten. Solange aber der Wald noch da ist, findet in ihm das vielfältige Tierwelt Unterschlüpf und Nahrung. Die altaischen Berge sind auch reich an Wasser, das wohl zum großen Teil aus der Eiszeit geblieben ist und hier viele Seen und -flüsse bildet. Am Horizont erscheint das Wasser schon in der festen Form: als Schnee und Eis. Hoch über den Bäumen ragen die Gletscher hervor, einer davon verbirgt unter sich die höchste Erhebung Sibiriens, den 4506 m-hohen Gipfel Belucha. Belucha ist sein russischer Name, von „weiß“ abgeleitet. In der altaischen Sprache heißt dieser Berg „Frauenkopf“. Wer ist denn hier die Frau? Sie ist der größte Fluss dieser Hänge Katyn. In vielen Mythen und Legenden des Altai spielt Katyn eine wichtige Rolle und sie kommt auch in einigen unserer Talismane zum Vorschein. Wir beenden den kleinen imaginären Aufstieg wieder in Ongudaj. Einmal hat mein Kollege auf einer seiner Straßen mit großem Erstaunen die ihm bekannte Sprache vernommen. Er glaubte seinen Ohren und dann seinen Augen nicht: Zwei Abenteurer waren es, zwei deutsche Touristen. Die Welt ist also doch nur ein Dorf…
Freitag, 10. Dezember 2010
In unserem Verlagsprogramm führen wir ca. 20 Bücher, hauptsächlich sind es Übersetzungen aus dem Russischen. Ein Beispiel eines deutschen Originalwerkes stellt das Buch "Heute schon eine Schnecke geküßt?"dar, das uns bereits über viele Jahre begleitet und inzwischen in der 4. Auflage erschien. Dieses Buch setzt eine prinzipiell neue Umgangsweise mit den Pflanzen und Tieren voraus, was vor allem für Landwirte, Gärtner und Hobbygärtner interessant ist. Man erfährt daraus Erstaunliches über die Möglichkeiten der Kommunikation mit sogenannten Parasiten, die man sonst achtlos vernichtete. Es entsteht ein neues Denk- und Wirtschaftsmuster. Wir konnten Eike Braunroth, den Autor dieses Buches, glücklicherweise schnell erreichen. Hier nun unser Interview mit Eike:
1. Herr Braunroth, meistens versucht der Autor in dem Buchtitel das Motto seines Buches wiederzugeben. Ihr Buch heißt ziemlich ungewöhnlich, beinahe provokativ. Was haben Sie damit beabsichtigt bzw. darin verschlüsselt? Wer eine Schnecke geküßt hat, muß vorher seine Einstellung geändert haben. Wer eine Schnecke geküßt hat, nimmt wahr, dass sie keinen (Angst-)Schleim absondert. Durch eine neue Einstellung kommt es zu einer neuen Beziehung zu … zu wem eigentlich..?? zu sich selbst und damit zu allem, was bisher bekämpft wurde.
2. Die Vorangehensweise des Menschen der letzten Jahrhunderte der Natur gegenüber könnten wir eher als deren Unterwerfung bezeichnen. Demzufolge haben wir heute eine schwierige ökologische Situation. Was ist Ihres Erachtens vorrangig, um unseren Planeten und das Leben auf ihm zu retten? Die Unterwerfung der Natur (und der Erde) geht auf die falsche Übersetzung eines Bibeltextes zurück. Nicht sollen wir uns die Erde untertan machen! Sondern: Wir sollen uns als Untertan der Natur und somit der Erde verhalten. Doch geht es noch um viel mehr. Nur wenn die Menschheit mit der Natur und dem Planeten in einer Partnerschaft lebt, kann das Leben (und der Planet) erhalten bleiben („gerettet“ finde ich kein gutes Wort).
3. Ihrem Buch nach tritt gerade eine neue Phase der Landwirtschaft ein: Der aktive Dialog mit den Lebewesen. Wie sind Sie dazu gekommen? Durch eine besondere Fähigkeit, die den anderen Menschen sonst verschlossen bleibt? Als Kind hatte ich eine Großmutter, die hellsichtig war. Wir beide waren oft in der Natur und unterhielten uns über das, was die anderen Menschen nicht „sahen“ und was die Tiere und Pflanzen, das Wasser, den Wind, die Erde, die Energien bewegte. Dieses Wissen habe ich im Laufe der Jahre für den Menschen begreifbar aufbereitet, so dass jeder es sich – in Seminaren - aneignen kann.
4. Sie haben in Deutschland den Verein „Kooperation mit der Natur e. V.“ gegründet, der uns durch die viermal im Jahr erscheinende Zeitschrift „EinSicht“ bekannt ist. Welche Ziele verfolgt der Verein? Der Verein möchte das Wissen der KOOPERATION MIT DER NATUR bekannt machen und verbreiten.
5. Als Seminarleiter führen Sie auf vielen Höfen eine neue, kooperative Denk- und Wirtschaftsweise ein und begegnen dabei verschiedenen Phänomenen. Was für eine Situation bleibt Ihnen besonders in Erinnerung? Einen Bauern störte es, dass der Stier einen Nasenring trug. Wie er es gelernt hatte, nahm er Kontakt zu ihm auf und sägte ihm mit der Flex den Nasenring ab. Dabei blieb der Stier ruhig stehen, als würde nichts geschehen.
6. Die Schnecke ist sicher ihr Liebling unter den Kleintieren, warum? Ich habe schon als Kind liebliche Erfahrungen mit Nacktschnecken gehabt.
7. Welche Ziele möchten Sie noch erreichen? Es liegt auf der Hand, dass das, was die Natur den Erdbewohnern schenkt, eine hohe Qualität besitzt. Es wurde in Liebe betreut und geerntet, Jeder Erdbewohner hat ein Recht darauf, ein solches Lebensmittel zu erhalten. Dazu ist es nötig, dass diejenigen Menschen, die in der Ernte und der Verteilung dieser Lebensmittel tätig sind, sich dieses Wissen aneignen und es anwenden, um die Liebe zu sich selbst und zu ihrer Tätigkeit neu zu erfahren. Daher möchte ich anstatt von einem Ziel von einer Vision sprechen.
Dienstag, 7. Dezember 2010
Die sibirische Zeder ist der eiszeitliche Baum, der einst eine geschlossene Waldfläche vom Atlantik bis zum Pazifik bildete. Davon blieb immerhin der größte Wald der Erde übrig, die Taiga. Selten steht hier die Königin der Taiga allein, meistens sind es dichte Zedernhaine, die durch das majestätische Kronenwerk und durch den feinen Duft faszinieren. Unter diesen Kronen sammelt das gesamte Waldvolk - Vogel, Mensch und Tier - tüchtig Zedernzapfen und legt jeden Herbst einen Vorrat an Zedernüssen an. Die wohlschmeckenden Samen der sibirischen Zeder mit ihrem einzigartigen Mineralien- und Vitaminkomplex waren immer schon in ganz Russland bekannt und beliebt, daraus pressten die Altgläubigen und die Schamanen ihr wertvolles Elixier – das Zedernussöl. Die Zedernüsse kannten wir als Kinder ja auch, doch man bekam sie im damaligen Leningrad nur sehr selten und immer nur in ungeschälter Form. Jeder musste also zuerst die harte Schale überwinden, was beim weichen und kleinen Kern keine einfache Aufgabe war. An das Zedernussöl, das „Gold der Taiga“, kam man schon gar nicht ran… Doch in den 80er Jahren entstanden in Sibirien die ersten Schälfabriken und damit kam die große Wildsammlung buchstäblich ins Rollen. Zedernuss (und auch weitere Zedernprodukte) „rollte“ so zuerst in den russischen Westen (St. Petersburg und Moskau gehören sicher zu den größten Abnehmern) und kam dann immer mehr auch im europäischen Westen an: In Deutschland werden die Zedernüsse bereits in jedem großen Bio- und Reformhaus angeboten. Das Zedernussöl entdeckt Europa immer mehr für verschiedene Heilanwendungen, ganz davon zu schweigen, dass einige Gourmets dieses Mittel aus der Waldapotheke für ihr Pesto oder für sonstige Gerichte nehmen. Und wir als Zedernuss-Lieferanten sind zu einem Bindeglied in der langen Menschenkette geworden, die vom sibirischen Sammler bis tief in den Westen reicht, sozusagen vom Pazifik bis zum Atlantik…
Donnerstag, 2. Dezember 2010
Während der Ostwind die letzten Herbstblätter mit Schnee bedeckt und die Sonne als seltener Gast durch den Nebel scheint, rascheln wir mit Packpapier und Klebeband, packen Pakete, beantworten E-Mails und schreiben nun die ersten BLOG-Beiträge. Was daraus wohl werden wird? Vor ca. 15 Jahren sind wir mit dem Ostwind von St. Petersburg nach Deutschland mitgekommen, begeistert und jung. Aus unserem Freundeskreis entstand im Jahr 1999 VEGA, mit seinen ersten aus dem Russischen übersetzten Büchern. Immer mehr hat dann das unbekannte, kaum erschlossene Sibirien unsere Aufmerksamkeit auf sich gezogen: Zedernwälder, Schamanen, Altgläubige und eine schier endlose Weite. Nach und nach wollen wir hier darüber berichten… Auf bald also!
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